von Hazel Harper Brandner

Die Bibel veranschaulicht das Gesetz der Gerechtigkeit, nach dem die Schuldigen bestraft werden und die Unschuld göttlich geschützt wird. Mose und die Propheten erkannten durch Gebet und geistige Einsicht das Gesetz Gottes an und ermahnten das Volk, sein Leben zu reinigen. Die Gewissheit, dass die Unschuld durch Sein Gesetz aufrechterhalten und von der Gefahr befreit wird, kommt in diesen Worten zum Ausdruck: „So vertrage dich nun mit Gott und mache Frieden; daraus wird dir viel Gutes kommen… Auch wer nicht unschuldig ist, wird errettet werden; er wird errettet um der Reinheit deiner Hände willen.” (Hiob 22:21, 30)

Daniels Schutz lag in der Reinheit seines Denkens, das frei von Groll war. Noahs Sicherheit lag in der Güte seines Denkens und in seinem Gehorsam gegenüber Gottes Rat, der ihn anleitete, angemessene Vorbereitungen für seine Sicherheit zu treffen. Diese geistigen Qualitäten erhielten ihn, und er nahm sie mit in die Arche, über den Kräften der Zerstörung, die sich als Flut manifestierte. Diejenigen, die heute vom Bösen angegriffen werden, werden erhalten, da in ihrem Denken die geistige Liebe aktiv ist.

Alle geistigen Offenbarungen sind durch die Reinheit und Empfänglichkeit des individuellen Bewusstseins in die Welt gekommen. Mose empfing die Gebote, während er mit Gott kommunizierte, und Johannes sah in seiner spirituellen Vision die heilige Stadt, als er im Exil auf der Insel Patmos war. Durch die Reinheit ihrer Gedanken erkannte Maria die geistige Einheit von Gott und Mensch und brachte das Kind von Bethlehem, Jesus, den Christus oder Sohn Gottes, zur Welt.

Mrs. Eddy erkannte, dass Zustände reinen Denkens Sicherheit bringen. Sie schreibt: „Der erhabene Inhalt eines ehrlichen Lebens stillt das Verlangen des Gemüts, das nach dem höheren Guten strebt, und badet es in den kühlen Wassern des Friedens auf Erden, bis es heranreift zur Fülle der Weisheit und das eigene Glück nach der Summe des Glücks bemißt, das es anderen geschenkt hat.” (Verm. Schriften 227:27)

Die Christliche Wissenschaft ist eine praktische Religion, die auf der biblischen Lehre beruht, dass Gott den Menschen nach Seinem Ebenbild geschaffen hat und dass der Mensch von Natur aus gut und daher unschuldig ist. Sie zeigt die Notwendigkeit, das Gute als unser göttliches Erbe anzuerkennen und es zu beanspruchen und zu erhalten.

Der Glaube, dass sowohl Gut als auch Böse wirklich sind, resultiert aus der Annahme des mesmerischen Glaubens, dass die Schöpfung materiell ist und der Sünde und dem Leiden unterworfen ist. Wenn man diesen sterblichen Glauben ablegt, sich weigert, ihn in Gedanken zu hegen, und die Wahrheit akzeptiert, dass der Mensch von Gott untrennbar ist, beginnt man, ein Individuum mit seinem wahren Selbst, seiner angeborenen Unschuld, die das Wesen seines Schöpfers in geistigen Eigenschaften zum Ausdruck bringt, vertraut zu machen.

Wenn das Denken vom Verständnis der Wirklichkeit des Guten erfüllt ist, wird der Glaube an materielle Existenz und die damit verbundenen Übel als unwahr erkannt. So wird die Unschuld des spirituellen Menschen im Denken begründet, und diese geistige Überzeugung befähigt uns, das wahre Selbst zu begreifen.

Unschuld und Reinheit warten auf Gott, auch wenn sie scheinbar von Strömungen sterblicher Meinungen und den Gezeiten wechselnder Überzeugungen umgeben sind. Welche Häfen der Sicherheit bieten diese während eines Sturms widersprüchlicher Ansichten! Welchen neuen Mut gewinnen wir aus ihnen, während wir auf eine Gelegenheit warten, auf einer Spur des Fortschritts voranzukommen!

Der spirituelle Mensch wohnt für immer im geistigen Reich der vollkommenen Harmonie, wo Gott, das Gute, das All, die einzige Kraft, Gegenwart, Intelligenz und Aktivität ist.

Viele mögen sich heute mit Situationen konfrontiert sehen, in denen die Hoffnung verloren scheint, aber die Christliche Wissenschaft bringt Trost, erneuerte Hoffnung und gibt die Gewissheit, dass Gottes Gesetz die Unschuldigen erhält und für sie sorgt.

Wo immer wir auch sein mögen, wir können uns der Gegenwart Gottes bewusst werden und spirituelle Zuflucht finden. Es gibt keine Macht, die uns daran hindern kann, an „dem geheimen Ort des Allerhöchsten“ (Ps 91 Englische Bibel) zu wohnen.